Pralinen des Films (3) – „Kon-Tiki“ (2012)

Heute begeben wir uns passend zur Wintersaison auf eine Reise in die… Südsee! Richtig gehört, wobei: ein wenig Norwegen ist auch dabei…

Inhalt

1947: Der Norweger Forscher und Abenteurer Thor Heyerdahl begibt sich auf eine wagemutige Expedition. Er will beweisen, dass Polynesien vor 1500 Jahren von Südamerika aus besiedelt wurde und nicht von Asien aus, wie es die etablierte Forschung bislang annahm. Da ihm niemand seine Untersuchungen abnimmt, beschließt er, selbst den Seeweg von Peru bis Polynesien auf einem Nachbau eines Floßes zu nehmen. Mit einem Ingenieur, Seemann, Funker, Koch und Etymologen geht es auf die Fahrt…

Kritik

„Biografische Dramen“ sind für mich deshalb schwierig umzusetzen, weil man den historischen Kern nicht grundlegend verfälschen darf, gleichzeitig in Abgrenzung zur Dokumentation aber genug „Storyline“ und Spannung aufbauen muss, um das Interesse des Zuschauers zu wecken… Auch wenn es Kritik an der Darstellung des Ingenieurs Herman Watzinger gab, so wurden die wesentlichen Handlungslinien doch glaubhaft dargestellt, von der Suche nach Finanzierung bis hin zur Ankunft auf Polynesien. Die Landschaftsbilder (gedreht in Thailand und auf den Malediven) sind wunderschön geworden und die Floßfahrt mitsamt Sturmszenen ist realistisch eingefangen. Charakterlich wird sich vor allem auf Heyerdahl konzentriert, was beim biografischen Ansatz Sinn macht, trotzdem hätte man die anderen Beifahrer neben Watzinger noch ein wenig mehr integrieren können. Der familiäre Handlungsstrang ist aus meiner Sicht gut neben den Expeditionsverlauf in den Film eingebunden wurden. Alles in allem also ein gut inszeniertes Abenteuer mit kleineren biografisch-charakterlichen Schwächen…

Lieblingsszene

Ein Wal taucht während der Überfahrt auf und löst bei den Abenteurern Faszination und Panik zugleich aus, was in gegensätzlichen Reaktionen und Konflikten mündet…

8/10

Filmreview: „Pets 2“ (2019)

Ich war am 22.09.2019 im Cineplex Marburg und habe den Animationsfilm „Pets 2“ gesehen.

Inhalt

Die Vierbeiner Max und Duke bekommen nach ihrem überstandenen ersten Abenteuer Zuwachs im Haushalt – in Form eines Babys. Max ist zunächst abgeschreckt, entwickelt dann jedoch „Vatergefühle“ und will das Kleine bei einem Ausflug auf eine Farm vor den Gefahren der Natur beschützen. Währenddessen muss Hase Snowball der Hündin Daisy dabei helfen, einen sibirischen Tiger aus einem Wanderzirkus zu befreien, was wiederum der böse russische Zirkusdirektor mitsamt seiner vier aggressiven Wölfe zu verhindern sucht…

Kritik

„Pets 2“ ist eine sehr unterhaltsame, wenngleich kurzweilige Fortsetzung des für mich fantastischen ersten Teils. Die Handlung wirkt zu Beginn sehr zusammengewürfelt, da es keinen wirklichen Rahmen gibt, sondern drei parallel laufende Stränge (Max und das Kind auf der Farm, Snowball und der Tiger im Kampf mit dem Zirkusdirektor, Hündin Gidget und der Streit mit den Hauskatzen). Zum Ende hin werden diese dann aber fulminant zusammengeführt und der Schluss lässt einen glücklich zurück. Im Hinblick auf die kindliche Zielgruppe ist der Film wunderschön animiert und die Charaktere sind lustig gestaltet. Es fehlt durch die drei Erzählstränge ein wenig der Anspruch der „klaren Botschaft“, den Disney für meine Verhältnisse fast immer in Animationsfilmen umsetzt. Die Tiefe der Fortsetzung ist also nicht so ausgeprägt wie noch im ersten Teil (obwohl sich in Max‘ Entwicklung gegenüber dem Kleinkind durchaus einiges hineininterpretieren lässt). Dies empfinde ich jedoch als nahezu „klassisch“ für die meisten Animationsfilm-Fortsetzungen (bittebitte verschandelt „Frozen 2“ nicht, der erste Teil war genial!). Dennoch hat der Film einfach Spaß gemacht – vor allem die Verfolgungsjagden mit den Wölfen waren stark umgesetzt. Und Spaß ist schließlich das Wichtigste in einem Kinderfilm 😀

Lieblingsszene

Der gesamte Showdown auf und im Zug inklusive dem „Ende“ des Zirkusdirektors…

7/10

Filmreview: „Late Night“ (2019)

Ich war am 20.09.2019 im Capitol Marburg und habe die Komödie „Late Night“ gesehen.

Inhalt

Die Late-Night-Show „Tonight With Katherine Newbury“ (Emma Thompson) soll nach über 25 Jahren modernisiert werden, sodass Katherine widerwillig die erste weibliche Autorin einstellen lässt – die afroamerikanische Molly (Mindy Kaling), die in einem Chemiewerk arbeitet und über keinerlei Comedyerfahrung verfügt. Als die Senderchefin Caroline Morton (Amy Ryan) die Talkshow aufgrund stetig fallender Quoten absetzen und Katherine loswerden will, muss diese sich mit Molly verbünden, um ihre Existenz zu retten…

Kritik

„Late Night“ erinnert auf den ersten Blick an „Der Teufel trägt Prada“. Eine ältere, erfolgreiche und gleichzeitig unnahbare Karrierefrau trifft auf die neue, bodenständige, flippige, liebenswerte Angestellte. Und doch ist dieser Film in eine gänzlich andere Richtung hin konzipiert. Zunächst ist da die Frage nach der Gleichstellung, die auch im Amerika des 21. Jahrhunderts noch eine große Rolle spielt. Aber dies ist nicht der Kern des Films, es ging hierbei in meinen Augen eher um die äußerliche Betonung der Gegensätze der beiden Frauen. Ich sehe diesen Film als unglaublich detailverliebte Ode an das Fernsehen, an Idole und an das Leben als solches. Erstens das Fernsehen, weil hier eine Talkshowwelt kreiert wird, die zunächst schnelllebig ist, um erfolgreich zu sein. Katherine kennt ihr langjähriges Autorenteam zu Beginn nicht einmal mit Namen. Sie hat keine Freunde, wird ständig von der Presse verfolgt und ist wütend über den „Werteverfall“ der Gesellschaft, welcher sich in ihrem jüngeren Konkurrenten verbildlicht, der extrem billige Gags bringt und trotzdem oder gerade deswegen mehr bewundert wird als Katherines klassische Late-Night-Show. Und gleichzeitig steckt in dieser Welt sehr viel Wärme, die sich vor allem dann zeigt, als Molly die Show umkrempelt und Katherine sich auf ihr Team einlässt. Zweitens die Ode an das Idol, da Katherine für Molly ein Vorbild in ihrer Kindheit war und das heile Image nun zerbricht (Newburys Mann leidet an Parkinson und im Verlauf des Films droht eine drei Jahre zurückliegende Affäre mit einem der Autoren alles neu Aufgebaute wieder zu ruinieren). Und drittens eine Ode an das Leben, weil es wunderschön ist, zu sehen, wie sich Molly als Frau in der Männerdomäne der Comedyautoren an die Spitze kämpft, ohne die Bodenhaftung zu verlieren und wie Katherine trotz ihrer Fassade der kühlen, erfolgreichen Talkmasterin eine charakterliche Tiefe zeigt, wie sie Meryl Streeps Figur in „Der Teufel trägt Prada“ eben nicht tut. Ein „Must See“ für Fans des Programmkinos und ein schöner Anlass, für seine Träume zu kämpfen…

Lieblingsszene

Molly wird zunächst von Katherine gefeuert, weil sie während der Krisenberatungen früher gehen möchte, um ein Charityevent für Lungenkrebs zu moderieren. Dann erkennt Katherine ihren Fehler, fährt zu der Veranstaltung und überrascht Molly auf der Bühne als „special guest“. Während ihres Auftritts bemerkt sie, dass ihr Humor von früher nicht mehr ankommt (ein Witz über Twitter) und ihre Entwicklung beginnt…

9/10

Filmreview: „Der König der Löwen“ (2019)

Ich war am 17.09.2019 im Cineplex Marburg und habe das aktuelle Remake des „König der Löwen“ gesehen.

Inhalt

In der afrikanischen Savanne beschützt Löwenkönig Mufasa tapfer seine Herde gegen die Hyänen. Als Thronfolger Simba geboren wird, sieht Mufasas neidischer Bruder Scar die Gelegenheit, die Macht an sich zu reißen. Zusammen mit dem Hyänenrudel treibt er den König in den Hinterhalt, tötet ihn und gibt dem jungen Simba dafür die Schuld, sodass dieser wegläuft. Scar und die Hyänen fallen daraufhin ins Königreich ein…

Kritik

Remakes zeitloser Disney-Klassiker haben für mich eine ziemlich große Fallhöhe. Um so erleichteter war ich, als ich das Ergebnis sah. Die Tiere sind hochwertig animiert, Scar gibt einen hervorragenden Bösewicht ab und Vogel Zazu sorgt für lustige Dia- bzw. Monologe. Für 2 Stunden Laufzeit empfand ich das Erzähltempo als passend. Die kultigen Songs (inklusive Hakuna Matata) überzeugen auch in ihren modernen Versionen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass Timon und Pumba in ihrer animierten Version nicht so niedlich wirken wie im Zeichentrick. Ansonsten kann der Film sowohl in seiner Verarbeitung der Handlung als auch in der Darstellung der Figuren vollkommen überzeugen. Absolut sehenswert und seines Originals mehr als würdig!

Lieblingsszene

Der Endkampf zwischen dem erwachsenen Simba und Scar inklusive der Hyänen. Eine epische Schlacht auf dem Löwenfelsen, unter ihnen ein loderndes Flammenmeer…

9,5/10

Kurze Fragen, kurze Antworten (1)

Welche ESC-Songs des 2019er-Jahrgangs höre ich immer noch regelmäßig?

„Zero Gravity“ von Kate Miller-Heidke (Australien), „Replay“ von Tamta (Zypern), „Limits“ von Paenda (Österreich) und „Scream“ von Sergey Lazarev (Russland).

Welcher Song ist meine musikalische Neuentdeckung des letzten Monats (Juli 2019)?

„Tricky“ von Velvet (MGP Norwegen 2009).

Wen hätte ich persönlich gerne als neuen SPD-Parteivorsitzenden?

Franziska Giffey, Karl Lauterbach oder Michael Roth.

Welchen Film möchte ich demnächst unbedingt im Kino sehen?

Die Neuverfilmung des „König des Löwen“.

Review: „The Masked Singer“ Staffel 1

Eine Unterhaltungsshow mit Promis im Privatfernsehen? Klingt langweilig, sagen Sie? Nunja: Pro7 gelang in diesem Sommer der große Coup mit einer Adaption der südkoreanischen Show „King Of Mask Singer“…

Das Konzept

10 Prominente singen unter aufwändigen Kostümen ein Cover und die TV-Zuschauer dürfen raten, wer sich dahinter verbirgt. Unterstützung gibt es von einer prominenten Ratejury (Ruth Moschner, Collien Ulmen-Fernandes, Max Giesinger und ein wechselnder Gastjuror). Pro Folge werden im Duell- oder Triellmodus einige Charaktere direkt in die nächste Runde gewählt, während sich die Verlierer dem Zuschauervoting stellen müssen. Der Promi mit den wenigsten Anrufen scheidet aus und wird demaskiert. Im Finale singen die letzten fünf in ebenfalls mehreren Runden um den Sieg. Der Gewinner der Show wird erst ganz zum Schluss demaskiert. Einspieler und „Live-Indizien“ (Gegenstände und Fragen von der Jury) sollen das Raten um die Identität spannend machen.

Meine Bewertung I: Die Kostüme

Ich fand die Kostüme extrem hochwertig gemacht und es gab eine gute Mischung aus Tieren (Kakadu, Oktopus, Schmetterling), Menschen (Astronaut), Tieren mit zusätzlichen menschlichen Eigenschaften (Grashüpfer im eleganten Anzug mit Gehstock, Eichhörnchen im Superman-Kostüm, Kudu in Rüstung, Panther mit Umhang) und anderen „Wesen“ (ein pinkes Monster, ein Engel). Für mich DER Hauptreiz der Sendung! Oder um es mit Moderator Matthias Opdenhövel zu sagen: „Deswegen bin ich zum Fernsehen gekommen: Um einen Grashüpfer im Anzug anzumoderieren, der „Just A Gigolo“ singt. Jawoll. Das macht Spaß.“

Meine Bewertung II: Die Songauswahl

Im Mittelpunkt von TMS stand das Entertainment und das Raten. Es wurde nicht immer die objektiv „schlechteste“ Leistung demaskiert (hallo, niedliches Monsterchen) und man kann von Schauspielern keinen Gesang wie ein Profi erwarten. Trotzdem ist es auch eine Musikshow. Also ein kurzer Blick auf die Songs: Während der Kudu überwiegend rappte und der Engel sich als (wirklich wahr) Heavy-Metal-Fan herausstellte, zeigte der Astronaut eine beindruckende Balladenpräsenz. Der Grashüpfer war wohl der vielseitigste Sänger: von „Skyfall“ und „Shallow“ über „Believer“ bis hin zu „Just A Gigolo“. Insofern Daumen hoch für die Paarung aus „nieschigen“ und „aktuellen“ Titeln.

Meine Bewertung III: Der Modus

Man hätte selbstverständlich alle 10 Promis nacheinander singen lassen können und dann wählt das Publikum den schwächsten (oder in ihren Augen „langweiligsten“, Stichwort Gesamtpaket) Teilnehmer aus der Show. Das kennt man ja aber schon von genug anderen Formaten. Die Idee, Duelle oder Trielle zu bestimmen, macht das Ganze abwechslungsreicher und spannender. Aber: es schafft gewissermaßen eine Vorauswahl. Wenn Astronaut und Grashüpfer technisch die beiden besten Sänger sind und die Verantwortlichen dann im vorletzten Duellmodus den Astronauten mit dem Engel paaren und den Grashüpfer mit dem Monster, wird automatisch dafür gesorgt, dass die beiden im Superfinale stehen. Hätte man Astronaut gegen Grashüpfer und Engel gegen Monster antreten lassen, wäre es vermutlich eindeutig für den Astronauten und etwas knapper für den Engel ausgegangen, und der Grashüpfer wäre auf Platz 3/4 gewesen. Die Vorauswahl schaffte also durchaus auch beeinflussende Fakten.

Meine Bewertung IV: Das Raten

Ziel der Show war es, die maskierten ProminentInnen zu enttarnen. Dazu gab es 4 Wege.

1) die Singstimme selber. Bei Sängern kann das möglich sein (Fans erkannten Max Mutzke oder Gil Ofarim an ihrer Art zu singen), bei sehr markanten Stimmen erst recht (Lucy Diakovska), aber Sportler oder Schauspieler nur anhand des Gesanges zu erraten? Wenn man diese noch nie hat singen hören? Eher unwahrscheinlich.

2) ein Indizien-Einspieler vor jedem Auftritt in Runde 1 der jeweiligen Show. Da sah man die Kostüme in Szenen, die etwas mit dem Charakter zu tun hatten (z.B. das Weltall beim Astronauten), aber auch in ganz anderen Situationen mit „random“ Gegenständen als Hinweisen (z.B. duscht der Astronaut). Dazu noch ein Monolog des Charakters und ab Folge 2 auch Rückblenden auf vergangene Shows. Das war abwechslungsreich und schön. Die Hinweise selber aber in ihrer Kombination manchmal zu offensichtlich (2004 = Teilnahme Mutzkes am ESC, Kuckucksuhr = Herkunftsort Schwarzwald) und manchmal viel zu verkopft (Betonung des Meeres mit Hinweis auf die NoAngels als „erfolgreichste Band Kontinentaleuropas“).

3) das „Live-Indiz“, ein zusätzlicher Gegenstand für die Promis, die ab einem gewissen Voranschreiten der Show in Runde 2 nochmal singen mussten. Da wurde dann wie im Finale Handpuppen, Reclam-Ausgaben von „Mutter Courage“, Plastik-Kakerlaken und allerhand Krimskrams gezeigt, für den Collien Ulmen-Fernandes regelmäßig ein Fernglas brauchte, um es vom Jurypult aus zu sehen (eines der lustigsten Highlights für mich). Es war schön, als Abwechslung zu Bild und Ton noch einmal etwas live im Studio zu haben, diente aber auch dem „In-die-Länge-ziehen“ der Sendung.

4) Fragen der Jury und Antworten der Promis (mit Stimmverzerrer!). Nette Interaktion und meistens sehr kryptisch (Gil „Grashüpfer“: „Ich darf viele Auszeichnungen mein Eigen nennen“. Max Giesinger spekulierte auf Platzenverkäufe von Lou Bega, Ruth eher auf sportliche Verdienste; es hätten auch Bambis oder Goldene Kameras sein können.).

Fazit: Eine unglaublich kreative Mischung an Indizien, aber manchmal leider zu einfach. Allerdings muss man eines bedenken: in Zeiten von social media gibt es immer einen, der beispielsweise als Gil-Ofarim-Fan die Stimme (wie oben erwähnt) sofort zuordnen kann und es auf YouTube unter den Auftritt oder auf Facebook, Twitter, Ruth Moschners Instagram schreibt, sodass die Namen dann doch zügig in Umlauf kommen. Von alleine wäre ich nie auf Gil Ofarim gekommen, einfach weil ich ihn persönlich nicht als Sänger, sondern nur als „It Takes 2“-Mentor und „Let’s Dance“-Gewinner kenne.

Meine Bewertung V: Die Jury

Max Mutzke nach seiner Enttarnung zum Panel: „Ich hab nich so ganz verstanden, warum ihr da seid.“ Gute Frage. Nun, ich persönlich habe nichts gegen die Idee, bekannte Gesichter (und man muss Pro7 zugutehalten: Max Giesinger als aktuell erfolgreichen deutschsprachigen Sänger für die Jury-Tätigkeit zu verpflichten, ist durchaus eine „große Nummer“ gewesen) etwas mitraten zu lassen, Smalltalk zu führen und lustig zu sein. Dazu die Mischung aus 3 Stammjuroren und einem im Wechsel macht Sinn. Ruths und Colliens Enthusiasmus war auch wirklich herrlich (andere werden es nervig finden)! Collien etwa sinngemäß: „Komm Ruth, wir wühlen die Mülltonne vom Aminati durch“. Absolutes Highlight natürlich: Ruth Moschner hat gefühlt jeden Promi Deutschlands in ihren WhatsApp-Kontakten, fragt Bülent „Engel“ Ceylan jede Woche aus, schreibt Fernsehkoch Nelson Müller angeblich während der Show eine Nachricht (Verdacht auf Astronaut) und stellt dann fest: Noch keine blauen Haken! Vielleicht hat er es nicht gelesen, weil er sich hinter der Bühne auf seinen Auftritt vorbereitet? Sensationelle Szenen, wirklich!

Meine Bewertung VI: Die Promis

Wer war denn nun im Detail unter der Maske?

Oktopus – Lucy Diakovska (7)
Schmetterling – Susan Sideropulous (R)
Kakadu – Heinz Hoenig
Eichhörnchen – Markus Schenkenberg
Panther – Stefanie Hertel
Kudu – Daniel Aminati (7)
Monster – Susi Kentikian (7)
Engel – Bülent Ceylan (1 und R)
Grashüpfer – Gil Ofarim (1 und R)
Astronaut – Max Mutzke (7)

Sofortige Kritik in den sozialen Medien: typische Sender- oder Reality-TV-Gesichter! Naja. Ich habe mal hinter alle Prominente, die man als Teilnehmer an anderen Pro7-Shows kennt oder die direkt für Pro7 arbeiten, ein „7“ gesetzt. Das sind also drei plus Susi Kentikian, die 2007 (!) einmal (!) an einer „Wok-WM“ teilgenommen und mit Stefan Raab für seinen „Showkampf“ gegen Regina Halmich trainiert hat. Wie gesagt, naja… Aus anderen Formaten von Sat 1 (in der Liste als „1“ gekennzeichnet) kennt man Gil und Bülent, wobei Bülent als Comedian ebensolche Sendungen für den Sender gemacht hat und daher auch nicht wild durch alle „Reality-TV“-Formate tingelte. Das „R“ steht für RTL und dass Susan Sideropoulus als Schauspielerin dort lange Jahre für „GZSZ“ bekannt war, ist auch nicht dem „Reality-TV“ zuzuordnen. Insofern lassen sich zwar durchaus Überschneidungen erkennen, aber man hat alleine mit Schlagersängerin Stefanie Hertel, Comedian Bülent Ceylan und den Sängern Mutzke und Ofarim schon vier Promis gefunden, die „einigermaßen“ bekannt sind und nicht ausschließlich durch sogenanntes „Trash-TV“ aufgefallen sind. Und was wären denn die gewünschten „A-Promis“? Günther Jauch, Till Schweiger und Jörg Pilawa? Alles Ansichtssache…

Mein Fazit

„The Masked Singer“ überzeugte aus meiner Sicht mit dem völlig neuen Konzept des Singens von „Charakteren“, die aufwändig gestaltet waren und einem ans Herz wuchsen. Das Showformat war als solches mit kleinen Abzügen sehr gelungen und wirkte professionell produziert. Die Zusammenstellung der Prominenten war durchaus solide (alleine schon für die erste Staffel einer in der Wahrnehmung „völlig neuen“ Show – wer hat schon hierzulande die Südkorea- oder USA-Version angeguckt? Da muss man erstmal angebliche „Top-Prominente“ – nochmal: wie bestimmt man so eine Einordnung? – finden, die sich auf so etwas einlassen). Die Jury machte Spaß, Matthias Opdenhövel mag ich als Moderator schon seit „Schlag den Raab“.

Verbesserungsvorschläge für die zweite Staffel: besseres Gleichgewicht der Hinweise bitte, leicht kürzere Gespräche und Sendungen allgemein und einen mindestens ebenso soliden Prominentenpool.

Und das Wichtigste zum Weiterführen: neue, hochwertige Charaktere. Einen Pfau zum Beispiel (der ist wunderschön in der US-Ausgabe!) oder von mir aus auch eine singende Teekanne. Dann kann „The Masked Singer“ auch 2020 wieder ein Erfolg werden!

Meine Lieblingssongs (4) – Das große „Sommer-Spezial“

Der Sommer ist heiß. Inmitten von Ferien und (Blog-)Auszeiten daher nun eine Zusammenstellung von einigen weiteren meiner Lieblingssongs im „großen“ Sommer-Spezial. Vorab: Es geht nicht um typische Sommerhits 😀

1.) Margaret – „Cool Me Down“ (ESC National Final Poland 2016)

Margaret – „Cool Me Down“ – Official Lyric Video
Source: Margaret’s Official YouTube-Channel.

2.) SaRaha – „Kizunguzungu“ (Melodifestivalen 2016)

SaRaha – „Kizunguzungu“ – Live at Melodifestivalen
Source: Official YouTube-Channel of Melodifestivalen.

3.) LINA – „Dance Sucker“ (2016)

LINA – „Dance Sucker“ – Official Video
Source: Official YouTube-Channel „LinaVEVO“.

4.) Catarina Pereira – „Mea Culpa“ (ESC National Final Portugal 2014)

Catarina Pereira – „Mea Culpa“ – Official Video
Source: Catarina Pereira’s Official YouTube-Channel.

Welches sind eure liebsten Sommerhits?